DASC: Kostenlos die digitale Souveränität Ihres Stacks prüfen
Warum ein souveräner Cloud Check?
Deutsche Unternehmen nutzen im Durchschnitt über 30 verschiedene Cloud- und SaaS-Dienste. Viele davon stammen von US-Anbietern und unterliegen damit dem CLOUD Act und FISA Section 702. Die DSGVO, die NIS2-Richtlinie und der EU Data Act erhöhen gleichzeitig die Anforderungen an Datenschutz und digitale Souveränität.
Das Problem: Die wenigsten Unternehmen haben einen vollständigen Überblick über ihre Cloud-Abhängigkeiten. Bestehende Ansätze wie das SUSE Cloud Sovereignty Framework oder das Red Hat Sovereignty Readiness Assessment bieten wertvolle Selbstbewertungstools - sind aber auf eine einmalige, manülle Momentaufnahme begrenzt. Consulting-Angebote wie von Eviden oder Nordcloud liefern tiefergehende Analysen, kosten aber fünfstellige Beträge und daürn Wochen.
DASC schliesst diese Lücke: Ein automatisierter, kostenloser Cloud Check, der technische Indikatoren auswertet und eine faktenbasierte Souveränitätsbewertung liefert.
Was DASC prüft
Der DASC Souveränitäts-Check analysiert den Technology-Stack eines Unternehmens entlang von fünf Souveränitäts-Dimensionen:
1. Data Sovereignty (Datensouveränität)
Wo werden Daten gespeichert? Wer hat Zugriff? Unter welcher Jurisdiktion steht der Anbieter?
Technische Prüfpunkte:
- DNS-Analyse: CNAME-Records auf US-Infrastruktur (amazonaws.com, azurewebsites.net)
- TLS-Zertifikat-Analyse: Certificate Authority und Aussteller-Jurisdiktion
- HTTP-Header: Server-Standort und CDN-Zuordnung
- Privacy-Indikatoren:
/.well-known/gpc.json(Global Privacy Control)
2. Technical Sovereignty (Technische Souveränität)
Wie unabhängig ist der Stack? Können Dienste migriert werden? Werden offene Standards genutzt?
Technische Prüfpunkte:
- OpenID Connect Configuration: Welcher Identity Provider wird genutzt?
- API-Katalog:
/.well-known/api-catalogfür Datenexport-Fähigkeit - OAuth-Metadaten: Standardkonforme Authentifizierung
- Interoperabilität: S3-kompatibles Storage, Kubernetes-Nutzung
3. Operational Sovereignty (Betriebliche Souveränität)
Wer betreibt die Infrastruktur? Wie hoch ist die Verfügbarkeit? Gibt es eine Exit-Strategie?
Prüfpunkte:
- Anbieter-Diversifizierung: Single-Vendor vs. Multi-Cloud
- Konzentrationsrisiko: Wie viele kritische Dienste laufen bei einem Anbieter?
- Verfügbarkeitshistorie des Anbieters
4. Assurance Sovereignty (Vertraünswürdigkeit)
Welche Zertifizierungen hat der Anbieter? Wie transparent ist er?
Technische Prüfpunkte:
/.well-known/security.txt: Sicherheitskontakt und Vulnerability Disclosure Policy (RFC 9116)/.well-known/sbom: Software Bill of Materials (RFC 9472)- CSAF-Provider-Metadaten: Sicherheitshinweise nach OASIS-Standard
- Transparenzberichte: Veröffentlicht der Anbieter Behördenanfragen?
5. Open Source Awareness
Setzt der Anbieter auf offene Standards und Open Source?
Prüfpunkte:
- Open-Source-Anteil der verwendeten Software
- Föderations-Fähigkeit: WebFinger, NodeInfo, ActivityPub
- Offene API-Standards: OpenAPI, GraphQL
Wie sich DASC von anderen Tools unterscheidet
Der Markt für Souveränitäts-Checks wächst. Eine Einordnung:
Point-in-Time-Assessments
SUSE bietet ein kostenloses Selbstbewertungstool mit 32 Fragen und dem SEAL-Rating-System (Stufe 0-4). Red Hat hat ein ähnliches Tool mit 21 Fragen und sieben Bewertungsdomänen. Beide sind wertvoll für eine erste Orientierung, aber:
- Basieren auf Selbsteinschätzung, nicht auf technischer Verifikation
- Einmalige Momentaufnahme ohne Monitoring
- Fokus auf Cloud-Infrastruktur, nicht auf SaaS-Dienste
Consulting-Angebote
Eviden und Nordcloud bieten umfassende Souveränitäts-Beratung mit Implementierung. Diese Angebote sind für Enterprise-Kunden konzipiert:
- Hohe Kosten (fünfstellig aufwärts)
- Wochen bis Monate bis zum Ergebnis
- Fokus auf grosse Multi-Cloud-Implementierungen
Verzeichnisse
European Alternatives und ähnliche Plattformen listen über 300 europäische SaaS-Alternativen. Gaia-X bietet einen zertifizierten Service-Katalog mit über 600 Diensten. Diese sind nützlich zur Recherche, bieten aber:
- Keine automatisierte Prüfung des eigenen Stacks
- Keine technische Verifikation der Anbieter-Angaben
- Keine individualisierte Risikobewertung
DASC-Ansatz
DASC kombiniert die Stärken dieser Ansätze:
- Automatisiert: Technische Prüfung statt Selbsteinschätzung
- Kostenlos: Kein Consulting-Budget erforderlich
- SaaS-fokussiert: Prüft die tatsächlich genutzten Dienste
- Faktenbasiert: Wertet öffentlich zugängliche technische Indikatoren aus
- Kontinuierlich: Monitoring statt Momentaufnahme
Was der Souveränitäts-Check liefert
Nach Durchführung des DASC Souveränitäts-Checks erhalten Unternehmen:
- Souveränitäts-Score: Gesamtbewertung entlang der fünf Dimensionen
- Abhängigkeits-Map: Visualisierung aller Cloud-Abhängigkeiten und deren Jurisdiktion
- Risiko-Identifikation: Dienste mit hohem Souveränitätsrisiko, priorisiert nach Kritikalität
- Handlungsempfehlungen: Konkrete Schritte zur Verbesserung, einschliesslich europäischer Alternativen
- Compliance-Relevanz: Einordnung der Ergebnisse in den Kontext von DSGVO, NIS2 und EU Data Act
Technische Grundlagen
Der DASC Souveränitäts-Check nutzt ausschliesslich öffentlich zugängliche Informationen. Es werden keine Zugangsdaten benötigt und keine internen Systeme gescannt. Die Prüfung basiert auf:
- DNS-Abfragen: Analyse von A-, CNAME-, MX- und TXT-Records
- HTTP-Analyse: Auswertung von Response-Headern und Redirects
- TLS-Inspektion: Zertifikatskette, Aussteller, Gültigkeit
- Well-Known-URIs: Standardisierte Endpunkte nach IANA-Registry (RFC 8615)
- WHOIS/RDAP: Registrierungsinformationen und Organisationszuordnung
Alle Prüfungen erfolgen nicht-invasiv und entsprechen gängigen Security-Scanning-Praktiken.
Für wen ist der Souveränitäts-Check gedacht?
Der DASC Souveränitäts-Check richtet sich an:
- KMU: Die ihren Cloud-Stack erstmals auf Souveränität prüfen möchten
- IT-Verantwortliche: Die eine faktenbasierte Entscheidungsgrundlage für Cloud-Strategie benötigen
- Datenschutzbeauftragte: Die technische Nachweise für ihr Transfer Impact Assessment suchen
- NIS2-Betroffene: Die ihre Lieferketten-Abhängigkeiten dokumentieren müssen
Fazit
Digitale Souveränität muss kein teures Consulting-Projekt sein. Mit automatisierten Prüftools lässt sich der eigene Cloud-Stack schnell und faktenbasiert bewerten. Der erste Schritt ist immer der gleiche: Wissen, wo man steht.
Prüfen Sie jetzt Ihren Stack: Starten Sie den kostenlosen DASC Souveränitäts-Check und erfahren Sie in wenigen Minuten, wie souverän Ihr Technology-Stack wirklich ist.